
Europas Plan, die Aufsicht über Kryptowährungen und wichtige Marktinfrastrukturen zu zentralisieren, hat in der gesamten Union eine heftige Debatte ausgelöst. Laut einer Financial Times BerichtDie Europäische Kommission bereitet ein Paket vor, das einer in Paris ansässigen Regulierungsbehörde neue Befugnisse über Börsen, Kryptoplattformen und Clearingstellen verleihen könnte.
Ziel ist es, einen Flickenteppich an Regeln zu durchbrechen, an dem mittlerweile Dutzende nationaler und regionaler Regulierungsbehörden sowie Hunderte von Handels- und Nachhandelsunternehmen beteiligt sind.
Über Krypto und Drängen auf eine zentrale Aufsicht
Berichten zufolge besteht eine Option auf dem Tisch expandieren Die Zuständigkeit liegt bei der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde Esma, sodass sie „die bedeutendsten grenzüberschreitenden Unternehmen“ direkt beaufsichtigen kann.
Dies würde Handelsplätze, zentrale Gegenparteien und zentrale Wertpapierverwahrer einschließen und könnte Anbieter von Krypto-Asset-Diensten erreichen.
Die EU will die Aufsicht über Aktien- und Kryptobörsen ausweiten. Den Vorschlägen zufolge soll Esma auch Streitigkeiten zwischen großen Vermögensverwaltern beilegen https://t.co/ei0CiDz1wf über @ft
— Xavier Delcourt (@x_delcourt) 2. November 2025
Der Plan ist als Schritt zur Vollendung der EU-Kapitalmarktunion konzipiert und soll Unternehmen dabei helfen, Geld zu beschaffen und innerhalb der Union zu wachsen Europa anstatt in die USA zu gehen.
Die Kommission hat angekündigt, im Dezember Vorschläge im Rahmen eines „Marktintegrationspakets“ vorzulegen.
ESMA soll große Streitigkeiten beilegen
Laut Personen, die den Diskussionen nahe stehen, würde die ESMA auch eine stärkere Rolle erhalten, wenn nationale Aufsichtsbehörden anderer Meinung sind. Die ESMA würde nicht jede nationale Regulierungsbehörde leiten, könnte aber bei Streitigkeiten zwischen großen Vermögensverwaltern oder zwischen nationalen Behörden verbindliche Entscheidungen treffen.
🔵 2026 wird ein Jahr der Vereinfachung, verstärkten Aufsicht und Dateninnovation für #ESMA.
Jährlich #ArbeitProgramm konzentriert sich auf die Straffung der Regeln und die Unterstützung der #SIU Strategie und Erfüllung zentraler Regulierungs- und Aufsichtsmandate.
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— ESMA – EU-Wertpapiermarktaufsichtsbehörde 🇪🇺 (@ESMAComms) 3. Oktober 2025
Unterstützer, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde und ehemalige EZB Berichten zufolge sieht Mario Draghi, Chef des Unternehmens, einen einzigen Vorgesetzten als eine Möglichkeit, grenzüberschreitende Kosten und Komplexität zu reduzieren, die Start-ups bei der Skalierung schaden.
Widerstand von kleineren Zentren
Aber nicht alle sind mit an Bord. Berichten zufolge gibt es Widerstand von Finanzzentren wie Luxemburg und Dublin, die davor warnen, dass eine zentrale Aufsichtsbehörde ihre Märkte benachteiligen könnte.
Total crypto market valuation at $3.56 trillion on the daily chart: TradingView
Gilles Roth, der luxemburgische Finanzminister, sagte, man wünsche sich eine „aufsichtliche Konvergenz“, statt ein „kostspieliges und ineffektives“ zentralisiertes Modell zu schaffen.
Einige Börsengruppen stellen auch den Wert einer Umstellung in Frage Aufsicht für Krypto-Dienstleister, die sagen, dass sie bereits gut mit ihren nationalen Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten und sich Sorgen über zusätzliche Compliance-Kosten machen.
Deutschlands Wandel und politische Interessen
Berlin hat sich schon lange gegen umfassende Zentralgewalten ausgesprochen, doch die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine offenere Haltung signalisiert und diskutiert Optionen mit Paris.
Diese Änderung ist wichtig, weil die Position Deutschlands in der gesamten EU Gewicht hat. Berichten zufolge wird der Vorstoß auch als Reaktion auf die Rivalität mit den USA gesehen – die politischen Entscheidungsträger wollen mehr einheimische Kapitalmärkte, damit europäische Unternehmen skalieren können, ohne über den Atlantik zu wechseln.
Ausgewähltes Bild von PaymentsJournal, Diagramm von TradingView
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